Machiavelli für Frauen

Strategie und Taktik im Kampf der Geschlechter


Allgemeine Angaben

Autor: Harriet Rubin

Übersetzung: Susanne Dahmann

Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Frankfurt am Main

Seitenanzahl: 206

Veröffentlichung: 2000

ISBN: 3-596-14683-6

Titel der Originalausgabe: The Princessa. Machiavella  for Women

Veröffentlichung der Originalausgabe: 1997

 


Autor

Harriet Rubin, geboren im Oktober 1952, schreibt nicht nur Bücher oder Artikel für verschiedene Zeitschriften oder Zeitungen. Sie ist auch seit Ende der 80er Jahre im Verlagswesen von New York als Herausgeberin und Lektorin tätig. 

 

weiterführende Informationen:

Harriet Rubin – Wikipedia

 

Klappentext

Harriet Rubins Buch, das sofort nach Erscheinen die Bestsellerlisten stürmte, wendet sich an alle Frauen, die sich nicht länger von Vorgesetzten, Liebhabern, Eltern oder wem auch immer vom Erreich ihrer eigenen Wünsche und Ziele abhalten lassen wollen. Rubin überträgt Machiavellis "Ratschläge an einen Fürsten" auf die heutige Lebenssituation von Frauen und entwickelt daraus eine kühne Strategie, die die Taktiken der Liebe mit denen des Krieges vereint. Ihre Erfolgsstrategien, die so unterschiedliche Leserinnen wie die Kabarettistin und Entertainerin Lisa Fitz, die Bischöfin Maria Jepsen oder die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth begeistert haben, lassen keine Leserin kalt.

 

"Es tut wahnsinnig gut, dieses Buch zu lesen, es ist wunderbar." Hanelore Elsner

 

Der erste Satz

Ein Fürst ist ein Mann vor Männern, ein gerissener Kämpfer, ein eisernen Herrscher, der sich vom Leben nimmt, was er braucht.

 

Meine Gedanken zu dem Buch

Das Buch ist nicht neu. Als Klassiker kann man es aber auch noch nicht bezeichnen, schließlich wurde es im aktuellen Jahrhundert veröffentlicht und doch.... das es gerade zum Beginn des neuen Jahrtausends oder Jahrhunderts erschien deute ich als Omen einer Zeitenwende. Mega theatralisch? Vielleicht. Gib mir trotzdem die Gelegenheit zu erläutern, warum ich es für angebracht halte.

 

Über Hunderte von Jahren hinweg schreiben Männer, natürlich für andere Männer, Bücher über Macht und Strategien Macht zu erlangen und/ oder zu verteidigen. Einer von ihnen war ein gewisser Niccolò Machiavelli, der für seinen Dienstherren Lorenzo di Medici mit seinem Werk "Der Fürst" die ultimative Anleitung für herrschsüchtige Männer verfasste und dabei großen Wert darauf legte sich von störenden Elementen wie Recht oder Moral zu befreien. Wer behauptet, dass sich seit dem 16. Jahrhundert vieles geändert hätte und diese Vorgehensweise nicht mehr "up to date" wäre soll doch bitte noch einmal die Nachrichten checken und sich dann noch einmal bei mir melden. ;-)

 

Nun, so viel zu den Herren, ihren Ratgebern und deren Erfolgen.

Tja und dann kam pünktlich zum neuen Jahrtausend, mitten in dieser Euphorie und Aufbruchsstimmung, eine Frau um die Ecke und ersann für ihre Geschlechtsgenossinnen eine Strategie für den Umgang mit der Macht. Es war wohl endlich an der Zeit - deshalb die Sache mit dem Omen. ;-)

 

Ich selbst habe dieses Buch nicht erst kürzlich entdeckt, nein ich kaufte es als es 2000 auf den Bestsellerlisten in Deutschland stand. Ich steckte damals mitten im Studium, wusste noch nicht genau was auf mich wartet, aber ich konnte es kaum erwarten die Welt zu erobern. *lach

 

Und da kam diese Frau, im Alter meiner Mutter und brachte ihre Ideen von Macht, Strategien und Taktiken mit. Keine konkreten Pläne, keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, eher Überlegungen, die gelegentlich etwas konfus und im besten Fall philosophisch anmuteten.

Was soll ich sagen. Ich las es, stellte es ins Bücherregal und dachte lange Zeit nicht mehr daran. Es hatte mir einfach nicht gegeben, was ich damals wollte und brauchte, ja suchte - etwas mehr Durchblick, jemanden, der mich an die Hand nimmt.

 

Ein gutes Jahrzehnt später kramte ich Harriets Ideen wieder aus dem Bücherregal und auf einmal ergab vieles von dem was sie sagte mehr Sinn. Ich hatte mittlerweile genug Konfrontationen mit der harten Realität  hinter mir, um ihre Gedankengänge besser nachvollziehen zu können. Auf einmal waren ihre Überlegungen gar nicht mehr so unkonkret, ihre Ideen nicht mehr nur philosophisch.

 

Heute, ein weiteres Jahrzehnt später habe ich es noch einmal gelesen, um zu schauen, ob es wieder mit mir spricht und was es mir zu sagen hat. Und ja, es hat mit mir gesprochen und ich habe ihm aufmerksam zugehört. Es ist immer noch mehr eine Inspiration, als ein Ratgeber, der mit konkreten Anleitungen aufwartet. Aber wer aufmerksam liest und zuhört, der kann den roten Faden entdecken und zwischen den Zeilen doch den ein oder anderen Tipp finden. Meinen liebsten davon habe ich als Zitat hier reingepackt. Einen, den ich seit über einem Jahrzehnt im Berufsleben beherzige und den Erfolg aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

 

Immer noch nicht überzeugt? Dann möchte ich eine Frage stellen. Wenn ein so altes Buch, nichts Interessantes zu sagen hat, warum kann man es dann immer noch regulär im Buchhandel erwerben? ;-)

 

Eins meiner persönlichen Highlights bei diesem Buch ist übrigens der Bereich "Ausgewählte Literatur", der sich am Ende des Buches befindet. Für diesen hat Harriet Rubin Bücher zusammengestellt, die sie selbst weiter gebracht haben und die auch mir, obwohl ich noch nicht ganz mit der Liste durch bin, schon viel Freude, Mut und Inspiration geliefert haben.

 

Mein Lieblingszitat

"Es soll heißen, dass eine weibliche Gegenwart, in feminine Kleidung verpackt, als Waffe gebraucht werden kann, und zwar viel mehr als das männliche Kostüm, das wir heutzutage in den Büros bevorzugen."

 

Fazit

kein Ratgeber, sondern eine Inspiration - zum Nachdenken, zum Umgestalten

Kommentare: 0